Artenschutz bei Baumaßnahmen
Leider kommt es immer wieder bei Dämmungsmaßnahmen am Haus oder beim Ausbau oder Abriss von Scheunen dazu, dass geschützte Tierarten beeinträchtigt werden oder ihre Nist- und Brutstätten sowie Ruhestätten geschädigt und zerstört werden. Hierzu gehören beispielsweise Fledermausquartiere, Schwalbennester ebenso Höhlenbrüter- und Mauerseglerniststätten.
Bitte vergewissern Sie sich unbedingt vor Baumaßnahmen, ob durch die Maßnahmen Lebensstätten von Tieren beeinträchtigt oder zerstört werden.
Die Entfernung oder Beseitigung von Lebensstätten ohne Genehmigung kann hohe Strafen nach sich ziehen.
Näheres können Sie dem Infoblatt der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Gießen entnehmen:
Osterfeuer nicht unbedacht entzünden
Hilfe für Hummeln und Mauerbienen
Pressemitteilung NABU Bienengerechter Garten
Vorsicht Amphibienwanderung
Jedes Jahr wandern Amphibien wie Kröten, Frösche und Molche an ihre Laichgewässer. Dafür nehmen sie weite Wege bis 3 km in Kauf.
Leider führen diese Wanderungen nicht selten über Straßen und Wege, die von Fahrzeugen befahren werden.
Die Wanderungen beginnen bei nächtlichen Temperaturen um ca. 5 Grad Celsius und hoher Luftfeuchtigkeit. In lauen Regennächten kann es zu Massenwanderungen kommen.
Die Krötenwanderung hat aufgrund der entsprechenden Witterungsverhältnisse begonnen.
Besonders betroffen sind die folgenden Straßen:
- Verlängerte Jägerschneise entlang des Bahndammes zwischen dem Ortseingang Forst und der Bahnüberführung
- Tannenweg
- Dresdener Straße
- Landstraße L 3130 zwischen Dresdener Straße und „Blumen Arnold“
- „In der Tränke“
- „An der Ziegelei“
- Mühlberg
- Neuhof
Wir bitten darum, diese Bereiche abends/nachts zwischen 18 Uhr und 6.00 Uhr morgens zu meiden bzw. besonders vorsichtig und langsam zu fahren und auf querende Amphibien zu achten. In den oben aufgeführten Bereichen wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche überfahrene Tiere gefunden.
Die Amphibien sterben nicht nur, weil sie von den Autos direkt überfahren werden, sondern auch durch den Strömungsdruck der Autos, wenn diese über sie hinweg- oder an ihnen vorbeifahren. Hier ist davon auszugehen, dass bereits 30 km/h ausreichen, um die Tiere zu töten. Deswegen bitte nur im Schritttempo fahren, wenn Kröten in Sicht sind.
Aufforstung Stadtwald Linden
Artenschutzhaus in Linden
Die Stadt Linden wird im September/Oktober 2020 auf der städtischen Ausgleichsfläche im Baugebiet „In der Imsbach“ ein Artenschutzhaus errichten. Das Haus soll verschiedenen Vogelarten zum Bau von Nestern dienen, so den Mehlschwalben, Staren und Sperlingen. Auch Fledermaushöhlen sind im Artenschutzhaus integriert.
Wir freuen uns, durch diese Maßnahme den Artenreichtum in Linden fördern zu können und sehen die Errichtung eines solchen Hauses als wichtige Maßnahme zur Erhaltung der Biodiversität in unserer Gemarkung an.
Die Maßnahme wird vom Regierungspräsidium Gießen im Rahmen der hessischen Biodiversitätsstrategie gefördert.
Im Bereich der Lückenbachaue wird so ein weiterer wichtiger Schritt zur Erhaltung der Arten getan.
Rückfragen richten Sie gerne an die Umweltbeauftragte der Stadt Linden, Frau Dilger-Becker, Tel. 06403-605-18 oder per E-Mail an .
Streuobstwiesen erhalten
http://www.lkgi.de/index.php/umwelt-bauen-und-entsorgung/naturschutz/streuobstwiesen