LINDEN (TW). Bereits seit 1637 besteht der  jüdische Friedhof in Großen-Linden. Bis 1836 diente der gegenüber des Eingangs des Vereinsheims des Musikcorps der Freiwilligen Feuerwehr Großen-Linden gelegene Friedhof sogar als Begräbnisstätte der Juden aus Gießen und weiterer 22 Ortsgemeinden der Region. Das 22,5 Ar große Friedhofsgrundstück bestand aus einem ganz alten, einem alten und einem neuen Teil. Die Verstorbenen wurden nach damaliger Sitte, möglichst noch am Todestage, spätestens jedoch am folgenden Tage beerdigt. Im Zuge der Flurbereinigung 1928 legte die Stadt einen Feldweg durch den Friedhof. Dadurch wurde der alte Teil der Begräbnisstätte vom übrigen Grundstück abgetrennt. Bernhard Theisebach, der letzte Vorsitzende der jüdischen Gemeinde, ließ damals etwa 70 Grabsteine im Boden unter dem Feldweg versenken. Kaufmann Marx (29.5.1856 bis 25.2.1929) und Eduard Rosenbaum (26.12.1888 bis 9.12.1930) sind wohl die letzten Mitglieder der jüdischen Gemeinde in Großen-Linden bestattete wurden. Insgesamt finden sich im Gräberverzeichnis 373 Beisetzungen. Bis 1876 war der jüdische Friedhofsteil durch eine Mauer vom christlichen Teil abgetrennt. Mittlerweile sind die Steine kaum noch lesbar. Einzig und allein der 1997 im Eingangsbereich von der in die USA emigrierten Familie Rosenbaum und Theisebach gesetzte Holocaust-Gedenkstein ist noch lesbar.

Friedhof in Großen-Linden

Dieser Friedhof befindet sich am Friedhofsweg.

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Friedhof in Leihgestern

Dieser Friedhof befindet sich an der Kirchstraße 15.

Jüdischer Friedhof in Großen-Linden

Der Jüdische Friedhof in Großen-Linden, einem Stadtteil von Linden im Landkreis Gießen in Hessen, wurde 1637 angelegt. Der jüdische Friedhof im Luhweg ist ein geschütztes Kulturdenkmal.

Der Friedhof war ursprünglich der Begräbnisplatz für bis zu 22 jüdische Gemeinden: Garbenteich, Gießen (bis zum 19. Jahrhundert), Heuchelheim, Kirchgöns, Krofdorf, Langgöns, Pohl-Göns, Steinbach, Steinberg, Watzenborn und weiteren Orten.

Die ältesten lesbaren Grabsteine stammen aus dem Jahr 1712. Das Friedhofsgrundstück bestand aus drei unterschiedlich alten Teilen. 1938 wurde im Zuge der Flurbereinigung ein Weg durch das Friedhofsgelände gelegt, sodass der Friedhof in zwei Teile getrennt wurde. Heute sind noch etwa 90 Grabsteine erhalten.
Quelle: Wikipedia

Jüdischer Friedhof in Leihgestern

Dieser Friedhof befindet sich am Steinweg.

Im Juni 1887 beantragte der Vorstand der israelischen Gemeinde Leihgestern beim Ortsvorstand der Gemeinde die Überlassung eines Grundstückes zur Errichtung eines jüdischen Friedhofes. Bis dahin waren die Verstorbenen auf dem jüdischen Friedhof in Großen-Linden beigesetzt worden.

Der Ortsvorstand gab dem Antrag statt und stellte der jüdischen Gemeinde ein Gelände als Begräbnisstätte zur Verfügung. Der kleine Friedhof liegt vom Dorf im freien Feld am Rande der Münchwiese, westlich des sogenannten Brückenweges, (jetzt Steinweg) der den Lückebach überquerend, zum Ortsteil Mühlberg hinaufführt. Sein baumbestandenes, von einer Hecke umschlossenes Areal, das 483qm umfasst, enthält nur noch wenige Grabsteine.

Insgesamt wurden dort zwischen 1887 und 1938 elf Personen beigesetzt. Der letzte Verstorbene, der dort beigesetzt wurde, war Moses Bauer. Die Zahl von nur 11 Beisetzungen verweist auf eine geringe Größe der jüdischen Gemeinde in Leihgestern. Waren 1830 noch 46 Juden in Leihgestern ansässig, sank die Zahl bis 1905 auf nur noch 29. Bis 1933 blieb die Zahl in etwa konstant, bevor die jüdische Gemeinde während der Herrschaft der Nationalsozialisten durch Auswanderung und schließlich durch Deportationen und Ermordung ausgelöscht wurde.

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